Canon Pixma iP4700: Ein schneller Foto-Drucker, der Toner spart
Machen wir uns nichts vor jeder hätte gerne die “Eier legende Woll-Milch-Sau”, gerade bei einem neuen Drucker. Fotomotive soll er brillant wiedergeben, schnell soll er sein, alles Mögliche bedrucken können – und dann dürfen die Druckerpatronen kaum was kosten. Gibt es aber nicht. Oder doch? Zumindest bemüht sich der Canon Pixma iP4700, diesem Ideal ein ein gutes Stück entgegen zu kommen.
Zuerst zur Druckqualität. “Exzellente Fotoprints in Laborqualität” verspricht Canon selbstbewusst. Ein Ergebnis, das durch hohe Auflösung (9600 mal 2400 dpi) sowie feinste Tröpfchen in der Größe von 1 Picoliter erreicht werden sollen. Fünf separate Toner-Tanks sorgen dabei nicht nur für die Möglichkeit, leere Farbpatronen einzeln zu ersetzen. Sie helfen auch wieder, Preis und Qualitätsanspruch zu verbinden: Neben den drei Farben (Cyan, Magenta und Yellow) gibt es einfaches Schwarz (was billiger ist, für Dokumente aber ausreicht) und Foto-Schwarz – was etwas teurer, aber hochwertiger ist, für Bilder.
Die Geschwindigkeit misst Canon bei den Pixma-Druckern nach einem ISO-Verfahren und gibt beim Papier-Standard A4 9,2 Schwarz-Weiß-Seiten pro Minute an, farbig immer noch 8,1. Das ist ziemlich ordentlich.
Sollen Fotos gedruckt werden – das gängige Format ist hier Postkartengröße (10 mal 15 cm), gibt der Pixma ebenfalls Gas: 20 Sekunden braucht er für ein randloses Bild, das sind also drei pro Minute – oder 45 in einer Viertelstunde. Aber nur rechnerisch. Denn nach 20 Foto-Ausdrucken muss man die Papierkassette an der Rückseite (die auch bis zu 150 Blatt Normalpapier aufnehmen würde) wieder füllen. Eine weitere Kassette fasst übrigens weitere 150 Blatt in A4.
Das Gerät schluckt aber nicht nur Normal- und Fotopapier, sondern auch Umschläge, hoch auflösendes Papier, T-Shirt-Transferfolie und Foto-Sticker (bestimmte Sorten).
Ein Clou beim bedrucken von Medien ist die Möglichkeit, spezielle CDs oder DVDs direkt zu bedrucken. Dafür liegt eine Software namens CD-LabelPrint bei, die hilft, professionelle Label-Layouts zu erstellen. Eine weitere Software, sie nennt sich EasyWebPrinter, sorgt dafür, dass man Internet-Seiten oder Stücke davon im Internet-Explorer ausschneiden, bei Bedarf zusammenfügen und auf einem einzigen Blatt ausdrucken kann. “Auto Photo Fix II” ist ein kleines, intelligentes Programm zur Bildbearbeitung: So werden zum Beispiel Gesichter automatisch erkannt und rote Augen oder andere, verbesserungswürdige Bildbereiche korrigiert.
Mal eben schnell ein Foto vom Handy ausdrucken? Geht auch ohne PC. Denn eine so genannte PictBridge-Schnittstelle macht das möglich.
Jetzt zu den Kosten. 17 Watt Stromverbrauch im Betrieb sind nicht viel, 0,9 Watt im Standby-Betrieb bei USB-Verbindung zum PC sind auch prima, gehören aber inzwischen zum guten Ton.
Das 5,7 Kilo schwere Gerät (43,1 mal 29,6 mal 15,3 cm) kostet im Netz rund 80 bis 100 Euro. Natürlich rät Canon dringend an, die Original-Druckertinte zu kaufen. Dies ist nicht verwunderlich, da die Firma ja gerne Geld verdient. Die kosten bei Canon aktuell 11,59 Euro (plus Versand). Es gibt aber längst Fremdanbieter, die für den iP4700 Nachbauten der Patronen anbieten. Und die gibt es schon für deutlich unter 5 Euro pro Stück und sind oft nicht sichtbar schlechter. Auch wenn die Original-Hersteller oft mit Wegfall der Garantie drohen. Entscheiden muss letztlich der Nutzer.
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gelesen: 467 · heute: 5 · zuletzt: 6. September 2010

