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In dem dauernden Gejammer um steigende Preise muss sich die Elektronik jedenfalls vornehm zurückhalten, hier fallen die Preise. Das bedeutet auch: Absolute Top-Qualität ist plötzlich für die meisten bezahlbar – dieser Monitor ist dafür ein Paradebeispiel. Der L227WTP ist Nachfolger des legendären L227WT und hat ihn noch mal übertroffen: Im Kontrast, im Farbumfang und in der Auflösung dürfte dieser Bildschirm bei Gamern wohl kaum einen Wunsch offen lassen.
Der 22-Zoller kommt mit einer WSXGA-Auflösung, im Klartext 2680 mal 1050 Bildpunkte. Damit ist er natürlich nicht nur für Gamer spannend, sondern auch für Bildbearbeiter – oder Leute, die viel Platz auf dem Desktop brauchen. Sensationell ist der Kontrastumfang, LG protzt mit einer Rate von 30 000 zu 1 mit DFC (Digital Fine Contrast – ein Standard, der im Jahr 2006 von LG entwickelt wurde). Gleichzeitig wirbt LG mit Wide Color Gamut Paneltechnologie und adaptierten CCFL-Lampen. Was heißt das? Es ist ein Verfahren der Farbmischung, das sehr naturgetreue Abbildungen ermöglicht, unterstützt von einer Hintergrundbeleuchtung. So wird der komplette NTSC-Farbraum (TV-Standard) abgedeckt. Soll in der Praxis nur heißen: Auch für die hohen Standards der Bildbearbeitung geeignet.
Damit das Bild aber nicht nur farbenstark, sondern auch besonders scharf wird, hat LG tief in die Trickkiste gegriffen. Herausgekommen ist der welterste Chip, der speziell für die Bildverbesserung sorgt, die Bilder kristallklar und brillant machen soll, ohne dass die Farben leiden. f-Engine nennen die LG-Ingenieure das. Die Helligkeit wird mit 300 cd pro Quadratmeter angegeben – ebenfalls recht ordentlich. Für Gamer ist dies alles zwar nicht unwichtig, wichtiger aber ist eine andere Zahl: die Reaktionszeit, mit der das Bild aufgebaut wird. Hier glänzt der LG-Monitor mit sagenhaften 2 Millisekunden (Grau zu Grau). Nebenbei ermöglicht ein Blickwinkel von 170 Grad ein gut erkennbares Bild aus nahezu jeder Perspektive.
Der Monitor im Widescreen Format ist natürlich HD-fähig und schon ausgestattet mit DVI-D-Eingang. Allerdings lässt sich das Format auch auf das alte Seitenverhältnis 4:3 umschalten. Und eine Taste sorgt dafür, dass sehr kleine Schriften auf Knopfdruck lesbar werden. Sie wollen zwei Rechner an diesen Monitor anschließen? Dann ist der zusätzliche D-Sub Eingang (15 Pin) wichtig. HDCP-Kopierschutz wird auch unterstützt.
Rein optisch kommt der flotte LG-Bildschirm so schlicht wie elegant daher: Ein schmaler Rahmen umschließt das oberflächenvergütete Display, darunter der schlanke Dreh- und Neigefuß (25 Grad nach oben, 5 Grad nach unten, 350 Grad rechts/links). Vorbereitet ist das Gerät – natürlich – auch für Schwenkarme und Wandhalterungen nach Standard VESA FDMI (100mm).
Im Betrieb braucht der 5,65 Kilo schwere Monitor nicht ganz 45 Watt, im Standby-Betrieb (oder Aus) ist es nicht mal 1 Watt. Maße (ca.) 508 mm breit, 424 mm hoch, 230 mm tief.
Aktueller Preis (Internet): Um 200 Euro