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Ein Film mag billig gemacht sein – ein Spiel nach dessen Vorbild kann eine ganz andere Qualität hervor zaubern… Acht Jahre nach dem Sci-Fi-Abenteuer “The Void” (Das Loch) von US-Regisseur Gilbert M. Shilton kommt jetzt das Game für PC. Von Atari. Die ursprüngliche Story klingt klischeehaft: Der durchgeknallte Wissenschaftler Dr. Thomas Abernathy hat beim Versuch, ein Schwarzes Loch zu erzeugen, sein Labor atomisiert. Acht Jahre später zweiter Versuch – diesmal viel gefährlicher. Dr. Eva Soderstrom, Tochter des beim Experiment gestorbenen Laborleiters, und ihr Kollege Dr. Steven Pryce versuchen, die Erde vorm Super-GAU zu retten. Nun – ebenfalls acht Jahre später – also das Spiel (für Einzelspieler). Im Mittelpunkt steht eine mysteriöse, kaum beschreibbare Substanz Namens Lympha, nur mit diesem Wundermittel lassen sich Gegner schlagen, Dinge verwandeln, Rätsel lösen oder Ungeheuer milde stimmen. Mit Lympha werden Figuren auf den Bildschirm gemalt. Doch welchen Zauber sie haben, hängt von der Farbe ab. Und welche Figuren was bewirken, lernt man erst im Laufe des Spiels.
Aber: Von der Farbe hängt alles ab – letztlich, ob der Spieler überlebt oder seine Seele verliert… Die erste Aufgabe besteht darin, sich zurecht zu finden, in einer völlig fremden Welt. Skurril und zwischen alptraumhaft beängstigend und traumhaftem Zauber wechseln die Bilder. Es gilt unter anderem, Fürstin Ole und ihre zehn zauberhaft schönen Schwestern zu finden und zu befreien – denn sie sind gefangen. Doch ihre Wächter, Mischwesen aus Fleisch und Eisen, passen höllisch gut auf. Und immer wieder kommt es zum gefährlichen Kampf. Dabei sind das noch längst nicht alle Gefahren, die auf der Reise lauern… Mag der Film Durchschnitt gewesen sein, das Game verspricht Besonderes: Was den Spieler verzaubern wird, ist eine einzigartige Umsetzung. Es sind die Bilder, die aus einem Sommernachtstraum der Fantasy-Freaks entsprungen zu sein scheinen. Da sind finstere Unterwelten in einer Anmutung zwischen Technik und Mittelalter, immer wieder bringt Lympha leuchtende Farbe ins Spiel – im wahrsten Sinne.
Ein beängstigendes Spiel? Irgendwie wohl. Aber Fans surrealistischer Bilder dürften voll auf ihre Kosten kommen.
Systemanforderungen: Windows XP oder Vista, Prozessor: Intel Pentium 4 mit 2GHz oder AMD Athlon 2000+, 1 GB RAM empfohlen, empfohlene Grafik: GeForce 6800 256Mb oder ATI Radeon X800 (256 MB), 8GB freier Plattenspeicher, DirectX 9.0c kompatible Soundkarte.