Touchscreen – das klingt modern, edel und – teuer. Letzteres muss nicht unbedingt sein, meint LG. Mit dem KP500 treten die Koreaner einmal mehr den Beweis an, dass es auch billiger – oder preisgünstiger – geht. So ist das Display auch von vornherein das Herzstück dieses Gerätes: Schlicht und 3 Zoll groß, mit einer Auflösung von 240 mal 400 Pixeln. Klar, dass bei einem Handy, das fast nur noch aus Display besteht, auch die meisten Funktionen per Fingertipp gesteuert werden. Dafür stehen entsprechende Symbole zur Verfügung.
Und – das ist State of Art – natürlich besitzt das KP500 einen Lagesensor, der zwischen Quer- und Hochformat unterscheidet und das Bild passend ausrichtet. Und das ist praktisch bei den Multimedia-Anwendungen. So sind nicht nur ein UKW-Radio an Bord, sondern selbstverständlich auch eine Kamera (3 Megapixel), die allerdings nur ein digitales Zoom (zweifach) bietet. Auch die Videofunktion löst nur standardmäßig auf (bis zu 320 mal 240 Bildpunkte) und schafft 24 Bildchen (“frames”) pro Sekunde. Unterstützte Formate: MP4, H263 und 3GP
Der MP3-Player ist ein Universaltalent. Er unterstützt die Formate MP3, WMA, WAV, AMR, AAC, AAC+, mmf, I-melody, MIDI und SP-MIDI. Was die Standards betrifft, ist das KP500 sicherlich komplett – 1000 Telefonbucheinträge, 64 MB dynamischer Speicher und eine Erweiterung per MicroSD auf 8 Gigabyte, Sprachmemo, ein Mail-Client und eine komplette (virtuelle) QUERTZ-Tastatur, die beim Mail- und SMS-Schreiben hilft, sind praktisch.
Bei den Verbindungsmöglichkeiten allerdings müssen Abstriche in Kauf genommen werden. So sind zwar Bluetooth (V-2.0+EDR) und eine USB-Schnittstelle (zur PC-Synchronisierung) eingebaut, auch ein Softmodem – aber der Weg ins Internet führt nicht über die Autobahn, sondern über die Landstraße: GPRS bzw. EDGE statt HSDPA – das langt völlig für kleine Ausflüge ins Internet oder zum Abrufen von Mails. Für den Download von Videoclips ist es kaum schnell genug. Und auch mit WLAN kann das LG KP500 nicht dienen. Dafür ist es gerüstet für alle wichtigen Netze der Welt: Neben GSM 900 und 1800 (deutsche D- und E-Netze) funkt es auch auf 850 und 1900 MHz und ist damit in weiten Teilen von Amerika und Asien einsetzbar.
Apropos Reise – da ist das Gerät ohnehin schick, nicht nur wegen seiner schlichten Optik: Es schmeichelt mit einer Dicke von schlanken 11,9 Millimetern und einem Gewicht von mageren 90 Gramm auch jeder Jackentasche.
Die Standby-Zeit beträgt bis zu 350 Stunden, die Sprechzeit gibt LG sogar mit einer Maximalzeit von 210 Minuten (also dreieinhalb Stunden) an. Gutes Funknetz vorausgesetzt.
Im Lieferumfang enthalten ist neben dem Üblichen auch ein USB-Datenkabel, PC-Software und ein Stereo-Headset.
Der Preis liegt aktuell bei etwa 130 Euro. Fazit: Ein guter Allrounder, der durch schlanke Maße und ein großes Display besticht – zu einem recht vernünftigen Preis.
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