Man muss es einfach mal sagen: Touchscreen-Handys sind schön, und das iPhone mag ja der absolute Kult sein. Aber wer mal mit Touchscreen-Tasten gearbeitet hat, der weiß: es nervt. Touchscreen-Tasten sind ungenau.
Genau das ist die Daseinsberechtigung von Handys mit physikalischer Quertz-Tastatur wie dem nagelneuen E5 von Nokia, das noch gar nicht im Handel ist. Es erinnert schon ein wenig an Telefone zum Beispiel von Blackberry. Aber die Finnen müssen nix kopieren, sie selbst legten vor Jahren mit ihrem Communicator den Grundstein der Idee. Auch das war ein Profi-Gerät.
Was kann das E5?
Schwerpunkt ist der Datenaustausch. So empfängt das Handy E-Mails in Echtzeit, wofür Mail for Exchange und die Anwendung Lotus Notes von IBM sorgen. Geschrieben werden diese Mails auf der bereits erwähnten Tastatur sehr komfortabel. Dabei liegt das Display standardmäßig bereits im Querformat, während das Telefon hochformatig gehalten wird. Er hat eine Diagonale von 6 cm (2,36 Zoll) und löst die in dieser Klasse üblichen 320 mal 240 Pixel auf.
Chats in Echtzeit klappen dank der IM-Anwendung von Nokia Messaging. Egal, ob man nun Yahoo- oder den Windows Live Messenger nutzt, Google Talk oder Ovi Chat. FaceBook, YouTube, Friendster – alles wird unterstützt.
Neben der Tastatur gibt es die zentrale Navigationstaste, zwei für Rufannahme und Gesprächsbeendung – schick in Edelstahl – und Schnellzugriffstasten für Mailabruf und für Home (einstellbare Start-Ansicht).
Ins Netz geht es turbomäßig schnell, denn dieses Gerät unterstützt HSDPA der Kategorie 9. Das bedeutet eine Maximalgeschwindigkeit
(Download) von 10,2 MB/s. Im Upload (HSUPA Kat. 5) werden rasante 2 MB/s erreicht. Schaltet der Turbo auf Grund fehlender UMTS-Verbindung auf EDGE zurück, sorgt der Dual Transfer Mode dafür, dass gleichzeitig zum Datentransfer telefoniert werden kann.
WLAN ist genauso selbstverständlich wie Bluetooth 2.0 inklusive Stereobetrieb. Die Synchronisierung z.B. des Telefonbuchs (z. B. mit Outlook) funktioniert nach dem üblichen Standard syncML.
Einem Alleskönner der Verbindungen darf natürlich aus GPS nicht fehlen, und da ist man bei Nokia mal einfach gut aufgehoben: Anders als die freundlichen Mitbewerber bieten die Finnen ihr Kartenwerk nämlich im Netz – in ihrem OVI Store an, und das lebenslänglich für nix. Das ist günstig, das ist gut, besonders vor dem Hintergrund ständig neuer Straßen. Kartensoftware kostet ja sonst fast so viel wie ein Navi.
Die eingebaute Kamera ist auch kein Alibi, kommt mit 5 Megapixel Auflösung, LED-Blitz, Belichtungskorrektur und vielen Einstellungen (z. B. Panoramabilder) daher. Gespeichert wird alles auf einer MicroSD, die bis zu 32 Gigabyte (!) Platz haben darf.
Videos werden im QVGA-Format mit 30 und im VGA-Format mit 15 Frames pro Sekunde aufgezeichnet. Das ist Standard.
Der Real Media Player spielt MP3, WMA, AAC und anderes, Zugriff auf den Nokia Music Store ist selbstredend möglich und auch das Nokia Internet Radio ist nutzbar. Ein UKW-Radio rundet dieses Telefon nur ab.
705 Stunden soll der Akku im reinen Standby halten, im Sprachbetrieb satte 18,5 Stunden und fünfeinhalb im Surfbetrieb. Alles ziemlich gut. Und auch die Abmessungen überraschen: 11,5 cm hoch ist dieses phone und knapp 5,9 cm breit – das ist nicht viel. Eine Dicke von 12,8 Millimetern ist akzeptabel, und das Gewicht von 126 Gramm (mit Akku!) für diese Geräteklasse vorbildlich.







