Dass die großen Handy-Hersteller nicht mehr so gut verdienen wie vor Jahren, hat einen einfachen Grund: Viele Kunden wollen eben nicht das neueste, teuerste und beste Gerät – vielleicht, weil sie keinen Vertrag haben, sondern PrePaid-Kunde sind. Immer mehr greifen zu Handys, die eigentlich für Schwellenländer gebaut wurden – und billig sind.
Und selbst mit denen kann man längst nicht mehr “einfach nur telefonieren”. Einer der Kandidaten von SonyEricsson ist das Dualband-Telefon J132.
Pluspunkt 1: Die Staubdichte Tastatur. (Da hat der Hersteller in den vergangenen Jahren anscheinend gut Lehrgeld mit teureren Modellen gesammelt, denen Staub den Joystick gekillt hat). “Für die Ewigkeit” gebaut sei das Telefon, sagt SonyEricsson. Nun denn.
Pluspunkt 2: Richtig lange Betriebszeigen. Bis zu 450 Stunden Standby und bis zu satten neun Stunden Telefonie. Das dürfte die allermeisetn teuren Konkurrenten aus dem Feld schlagen. Und zwar nicht mit einem Powerpack, sondern, weil da einfach mal Strom gespart wird. Trotz Farb-Display mit 65.534 Farben. Das Handy bleibt federleicht.
Pluspunkt 3: Das Radio. Man wählt die Voreinstellung, und dann wechselt das Handy per Knopfdruck die Sender. Ja sicher, das mutet ein wenig an wie eine Ersatz für nicht vorhandenen MP3-Player – ja und? Für ein so günstiges Handy ist schon das ein echter Luxus. Aber es kommt noch besser: Wer will, kann sich sogar von seinem Lieblingssender (natürlich alternativ auch vom Wecksignal) wecken lassen. Denn der Lautsprecher schallt zur Rückseite des Telefons hinaus, das ergibt einen vergleichsweise guten Klang.
Die Navigationstasten sind voreingestellt für schnelle Bedienung: Oben ist Radio, links SMS, rechts Wecker. Unten (wie immer) das Telefonbuch. Das dürften im Allgemeinen die vier am häufigsten benutzten Funktionen sein. Stoppuhr, Vibrationsalarm, polyphone Klingeltöne Worterkennung bei SMS muss man eigentlich nicht erwähnen, sie gehören zur Software eines jeden Handys heute dazu. Schade zwar, dass keine Taschenlampe dabei ist, wie bei den Billig-Nokias der 1200er-Reihe, aber bei der sonstigen Ausstattung verzeihlich. Das Gerät kommt schlichtem Nachtschwarz (“Night Black”) daher oder in “Heaven Blue”, einem hellen metallischen Blau.
Größe: 103 mal 45 mal 15 Millimeter Gewicht: 76 Gramm
Preis: 39 Euro
Fazit: Ein Telefon, das sparsamen Nur-Telefonierern ebenso schmeichelt wie Leuten, die Ausschau nach einem günstigen und möglichst leichten Zweitgerät halten.







