Sonim XP2 Spirit – ein Handy wie ein Fels
Schon das kantige Äußere ist Programm, setzt es sich doch deutlich ab von dem oft doch eher seifen-förmig glatt gelutschten Design seiner Mitbewerber. Das XP2 Spirit, das die Firma Sonim als ihr erstes HSDPA-Modell auf den Markt bringt, richtet sich an alle, die den “Spirit” (Geist) für Outdoor-Aktivitäten spüren und dabei keine Rücksicht auf ihr Telefon nehmen wollen oder können.
Das XP2 sieht ein wenig aus wie ein acht-eckiger Technik-Block aus der Weltraum-Serie “Raumschiff Enterprise”, wie übrigens auch viele Schwester-Modelle, und da verwundert es nicht, dass die Firma Sonim mit Hauptquartier in den USA ansässig ist. Dieses Handy will so robust wie ein Felsen sein. Gemacht für Bergtouren ebenso wie für die genauso steinige Baustelle einer Großstadt.
Das bedeutet im Klartext: Ein Sturz aus zwei Metern Höhe auf harten Untergrund überlebt das Mobilfunk-Raubein, das äußerlich mit normaler Tastatur, aber mit einem Gehäuse das mit Glasfiber-Schale und Gummi-Armierung geschützt ist problemlos, so der Hersteller. Das Display ist besonders kratzfest, und auch der Lautsprecher ist durch eine spezielle Membran vor Feuchtigkeit geschützt.
So soll es auch ein 30-minütiges Bad im Maurer-Bottich überstehen (sofern nicht gerade Mörtel, sondern nur Wasser drin ist) oder einen kurzen Tauchgang bis einen Meter unter dem Meeresspiegel. Und gegen Baustellen-Staub ist das Telefon dank fugenfreier Außenschale gut gerüstet. Inwieweit Kälte dem Telefon nichts anhaben kann, wie Sonim ausgibt, wird wohl weniger am Telefon liegen als am Akku: Die Elektronik kann – gegen Kondens-Feuchtigkeit geschützt – im Allgemeinen deutlich mehr Kälte ab als die kleinen Energie-Zellen, die bei hartem Frost schnell schlapp machen.
Soweit die Mechanik. Und wie siehts drinnen aus? Durchaus modern.
3 Megapixel-Kamera mit LED-Blitz inklusive Video-Funktion. Und damit auch die Bilder und Videos eines Bergurlaubs hinreichend Platz haben, speichert das Telefon die Daten auf Micro-SD. Der Steckplatz schluckt Karten bis acht Gigabyte Volumen.
Kommunikation: Der E-Mail-Client bietet sowohl POP3-Abruf (das herkömmliche Mail-Programm) als auch IMAP (damit kann auf alle Ordner des Mail-Providers direkt zugegriffen werden, also zum Beispiel auch auf den Archiv- oder den Spam-Ordner).
Ins Internet geht es über den eingebauten Browser mit der erweiterten UMTS-Technik (HSDPA) bis auf eine Geschwindigkeit von 3,6 Megabit pro Sekunde. Damit es auch in staubigen Mittagspausen nicht langweilig wird und man auch im Gebirge den Wetterbericht frisch rein kriegt, ist ein UKW-Radio an Bord. Sehr praktisch ist auch die LED-Taschenlampe. Eine Funktion, die sich aus dem LED-Licht für die Kamera entwickelte, die Nokia seit einiger Zeit bei vielen Günstig-Geräten einsetzt: Es ist einfach oft nützlich, immer eine kleine Lampe dabei zu haben – das Handy hat man schließlich (fast) immer dabei.
Im Lieferumfang dabei ist ein Headset (wichtig fürs Radio), ein USB-Kabel und ein Gürtel-Clip. Außerdem – nicht wundern – ein Schraubenzieher! Wozu? Na klar, um bei diesem rundum geschützten Technik-Block den Akku zu wechseln (was nicht unbedingt oft vorkommen sollte), braucht man – Werkzeug.
Ab März 2010 ist das Handwerker-Handy für 369 Euro (Hersteller-Preisangabe) auf dem Markt. Und zwar mit einer eher seltenen Voll-Garantie über drei Jahre.
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gelesen: 291 · heute: 3 · zuletzt: 28. Juli 2010
