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DSL ist die Technik der Wahl, wenn es um schnelles Internet geht – eigentlich. Nur: Noch immer ist DSL nicht überall verfügbar. Und manchmal kann die Telekom den Anschluss zwar liefern – gibt aber keine Leitung frei, wenn der Kunde die Anbindung über einen anderen Anbieter (z. B. Vodafone) wünscht. Die Alternative heißt: UMTS bzw. HSDPA.
Mit dieser Funktechnik (auch genannt 3G oder 3,5 G – G steht hier für die UMTS-Generation) werden heute bei fast allen Anbietern Übertragungsraten von bis zu 7,2 MBit/s erreicht. Und das kommt einem DSL-2000-Anschluss doch schon recht nah, zumindest theoretisch. Praktisch ist das fürs Surfen und nicht allzu üppige Downloads jedenfalls völlig ausreichend.
Ein Draht-Anschluss hatte früher den Vorteil, dass über den üblicherweise angeschlossenen Router gleich mehrere PCs ins Web konnten. Per LAN (über Netzwerkkabel) oder per WLAN (drahtlos). Und aktuelle Laptops sind fast alle mit integrierter WLAN-Schnittstelle ausgestattet. Die typischen UMTS-USB-Sticks, für die auf den Portalen der Betreiber für den Funk-Zugang geworben wird, sind zwar schön klein und daher für mobilen Einsatz top – aber sie versorgen eben nur das Gerät, in das sie eingesteckt werden.
Um nun drahtlos – mit einem solchen Stick – mehrere Laptops ans Netz zu bringen (z. B. im Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Jugendzimmer), bieten sich WLAN-Router wie der zyXEL NBG4115 an. Vorteil bei Geräten wie diesem: Es lässt sich einfach ein Surfstick in die USB-Buchse stecken, der das Internet-Signal einfängt. Alternativ verfügbar ist auch eine WAN-Ethernet Schnittstelle.
Ein Steckplatz für eine SIM-Karte – wie beispielsweise beim früher von O2 angebotenen Surf@home-Router – ist nicht vorhanden. Das heißt: Ohne Surfstick klappt es nicht. Hat aber auch den Vorteil, dass man den Stick jederzeit blitzschnell abziehen kann, wenn man vorhat, das Haus zu verlassen und das Internet in Form von Laptop plus Stick mitzunehmen.
Das Signal, das über den Stick (oder Dongle) reinkommt, wird nun vom Router verteilt: Der zyXEL besitzt dafür an der Rückseite zwei LAN-Buchsen (10/100 Mbps), über die zwei Rechner per Netzwerkkabel direkt angeschlossen werden können. Und er strahlt das Signal über eine WLAN-Antenne ab. Unterstützt werden b- und g-Standard sowie den noch schnelleren n-Standard in der Lite-Version (150 Mbps). Dabei passt der Router die Leistung automatisch an die Erfordernisse an. Die Installation erfolgt automatisch (WPS).
Unerlässlich für drahtlose Verbindungen ist eine Verschlüsselung, damit nicht z. B. der Nachbar ungewollt das Netzwerk nutzt. Hier lassen sich die üblichen Standards einstellen: WEP (für ältere WLAN-Karten) mit 64 oder 128 Bit, WPA und WPA2; letzteres gilt als fast unknackbar.
Das Gerät ist 14 mal 11 mal 3 Zentimeter groß und wiegt 190 Gramm. Mitgeliefert wird neben der externen Antenne ein 12-Volt-Stromadapter, ein Netzwerkkabel, eine Support-CD und eine auch deutsche Gebrauchsanleitung. Der Preis beträgt zumeist um 75 bis 80 Euro, gelegentlich findet man ein Schnäppchen für rund 60 Euro im Netz.
Alternativ in dieser Preisklasse bietet Netgear den MBR626GU Wireless Router an, der über WLAN im b/g-Standard verfügt. Wer weniger ausgeben möchte (aktuelle Angebote etwa 40 bis 60 Euro), kann sich mal den Edimax 3G-6200 nL anschauen, der ebenfalls UMTS-Geschwindigkeiten bis 7,2 MBit/s unterstützt und an DSL oder Kabelbreitband angeschlossen werden kam. Er arbeitet bereits im im neuen WLAN-n-Standard.